BESTECK 36° | CARL MERTENS

Share Button

Eine Studie mit der Carl Mertens GmbH

Durch das heute übliche industriell hergestellte flache, jedoch leicht zu fertigende Blech-Besteck, herrscht die Tendenz vor, dass sich das Besteck dem Tisch immer mehr annähert. Dadurch wird es immer schwieriger zu greifen und vom Tisch aufzunehmen.
Dieser Entwicklung wird durch einen einfachen Eingriff entgegen gewirkt. Durch einen Knick löst sich das Besteck vom Tisch. Damit wird eine angenehmere Handhabung ermöglicht.
Doch auch die Anordnung des Essbestecks auf dem Tisch entspricht nicht mehr der heutigen Handhabung. Im Mittelalter hatte der Löffel noch einen sehr kurzen Stiel und eine große Laffe. Er wurde in der Faust gehalten, was heute nicht mehr akzeptiert wird. Dieser Handhabung entspricht aber immer noch die Legeposition von Löffel und Gabel auf dem Tisch. Da heute der Löffel zwischen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger gehalten wird und die Legeweise mit Griff zur Person einiges Umgreifen erfordert, entspricht diese Position des Besteckes einer veralteten Kultur der Tischsitten. Durch die Anhebung des Griffes vom Tisch und die um 180° gedrehte Legeweise von Löffel und Gabel liegt das Besteck in der richtigen Position für die heute übliche Greifweise, um das Besteck ohne Umgreifen aufnehmen zu können.